Konzert „Mumford and Sons“ – Wien

Endlich! Ungelogen habe ich jahrelang gewartet um Mumford and Sons live zu sehen. Zu ihrer letzten Blütezeit 2012 hab ichs zeitlich nicht geschafft und dann hat die Band eine längere Pause eingelegt. Das neue Album „Delta“ – von Kritikern teilweise als zu langweilig betitelt – gefällt mir ausnehmend gut. Ja, die Stücke sind großteils recht ruhig und jetzt auch nicht übermäßig spannend. Aber ich persönlich sehe darin nichts negatives und mag die Kombination aus Marcus‘ Stimme, den verwendeten Instrumenten und der ruhigen, oft melancholischen Grundstimmung.

Somit war ich auch unheimlich gespannt auf das Konzert, die Tickets lagen bereits seit 6 Monaten bei mir zu Haus. Die Supportband hab ich nicht gesehen, was einfach daran lag, dass ich und Babsi stattdessen noch Burger essen im Schrnk waren 😀 Prioritäten sag ich nur! Trotz ausverkaufter Stadthalle war unser Stehplatz schließlich gar nicht so schlecht, was auch an der Bühne lag, die mittig im Publikum stand. Auf dieser waren mehrere Mikrofone platziert, zwischen denen die Bandmitglieder immer wieder gewechselt haben.

Die Setlist hat schließlich so ziemlich alles geliefert: Die alten großen Hits (Little lion man, I will wait for you), neue Stücke von „Delta“ und auch einiges von den anderen Alben der Band. Highlight war eine kleine Acousticsession mitten im Konzert, bei der die Band rund um ein Mikrofon stand und nur dieses und eine Akustikgitarre verwendet hat. Weiterer Höhepunkt war Marcus „Besuch“ im Publikum. Mitten durch die Menge der Stehplätze, rauf zu den Sitzplätzen – Handshakes, Selfies – alles war möglich. Das und das strahlende Lächeln, das immer wieder auf den Gesichtern der Bandmitglieder zu sehen war, macht Mumford and Sons für mich unglaublich sympathisch. Ja, man sieht, dass es ihnen Spaß macht! Dass sie es zu schätzen wissen, in einem ausverkauften Haus zu spielen. Und ja, ich hatte definitiv das Gefühl, dass die Band auf der Bühne alles gibt!

Der einzige Wermutstropfen für mich war, dass alle drei Lieblingslieder von „Delta“ nicht auf der Setlist waren. „Woman“, „If i say“ und „Wild heart“. Tröstend dafür die Spielzeit von knapp zwei Stunden und die Wahnsinns-Atmosphäre beim Lichtermeer oder der Spaß, als die ganze Stadthalle ein „Happy Birthday“ für Ted sang. Die Band hat in letzter Zeit viel Kritik geerntet und ich denke, das ist nicht unverständlich – denn sie klingen eben nicht mehr so wie früher. Wie gut man das jetzt findet, ist aber doch recht subjektiv. Mir persönlich gefallen sie immer noch und das Konzert hat die monatelange Vorfreude mehr als nur bestätigt. Ich hab getanzt, gelacht, ein paar sentimentale Tränchen verdrückt und hatte eine richtig gute Zeit – was will man mehr?

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