Konzert „Muse“ – Graz

Muse-iläum!!! Ja, verdammt, das war mein 10. Muse-Konzert. Und das, obwohl ich als Fan eher Spätberufene bin mit meinen 35 Jahren.

Angeblich hatten sich also 14.500 Menschen in der Grazer Stadthalle versammelt, um die Show zu genießen. Ich glaube jetzt nicht unbedingt an diese Zahl, aber Show ist eigentlich das einzige Wort, das man für diese Darbietung verwenden kann. Ich kann mich nicht erinnern, je ein „normales“ Muse-Konzert gesehen zu haben. Also eines, bei dem die Band ihre Songs singt, zwischendurch mit dem Publikum ein bisschen Smalltalk führt und dann wieder geht. Immer war es eine Inszenierung, immer gab es Effekte und Wows und Ahs und Ohs.

Aber ich gebe zu: Diesmal haben sie das alles noch übertroffen. Ich war skeptisch zu Anfangs und außerdem völlig unvorbereitet: Ich hatte das neue Album noch nicht ein einziges mal gehört (Schande über mich). Somit war der Start dann auch etwas holprig. Ein Song des neuen Albums und gleich sehr viel futuristisches Spektakel auf der Bühne. Mehr Elektro als Rock, mehr Show als Musik, mehr Cyborgs als Menschen – so der Eindruck. Ich hatte sogar gewettet, dass mein alltime-favourite „Plug-in-baby“ nicht mehr auf der Setlist stehen würde.

ABER!!! Sie haben es gespielt. Fast unmittelbar am Anfang des Konzerts. Und es war großartig! So großartig wie die letzten 9 Male, mit schreien, singen, springen, tanzen. Ich war also grundsätzlich versöhnt und bereits zufrieden – auch wenn ich die Akustik in der Stadthalle wirklich fürchterlich finde. Was folgte war ein Mix aus sehr viel altbewährtem, und zwar auch wirklich alten Songs, und Songs vom neuen Album. Ja, manchmal ist es mehr Pop und Elektro als Rock, aber hey – wir haben auch nicht mehr 1999! Und zwischendurch haben Muse mehr als bewiesen, dass sie immer noch richtig guten Rock spielen können. Das Publikum war selig, sang so begeistert mit wie man es erwartet und ich behaupte, alle hatten irgendwie irgendwann Spaß.

Zu den Zugaben wurde die Bühne dann von einer riesigen Cyborg-Figur dominiert, die sich auch noch recht eindrucksvoll bewegt hat. Der Hang zur Übertreibung war unverkennbar – aber spektakulär. Für mich trat die Musik in dem Moment tatsächlich in den Hintergrund, die Zugaben waren bis auf „Knights of Cydonia“ keine großen Kracher. Und doch hab ich das Konzert so begeistert und zufrieden verlassen wie alle die anderen Male auch. Wo ich am Anfang des Konzerts dachte, dass es jetzt vielleicht doch mal reicht mit den Muse-Konzerten, würde ich jetzt jederzeit sagen: Oh ja, gerne wieder!!!

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