Lebenslust und Sinnlichkeit – Korfu

Es fällt mir beinahe schwer über diese Woche auf Korfu zu schreiben. Was will ich erzählen? Was ist wichtig? Wie beschreib ich das alles?

Ich fang mit den einfachen Dingen an: Korfu ist wunderschön! Es gibt Hügel, Strände, Meer, Kultur und Natur. Obwohl ich nicht viel auf der Insel herumgekommen bin (die Fahrt vom Flughafen nach Arillas und zurück mal ausgenommen), hat mir das was ich gesehen hab, ausnehmend gut gefallen.

Das Essen war herrlich. Auch der Unterkunft geschuldet, die zwei mal täglich ein riesiges vegetarisches Buffet mit Leckereien aufgetischt hat. Die Auswahl war riesig und alles frisch und mit Liebe zubereitet.

Das Meer und der Strand waren ein Traum. Wie schon oft erwähnt, liebe ich das Wasser – besonders das Meer. Es macht was mit mir, auf eine sehr gute Art und Weise. Und dort in Arillas war das Wasser warm, seicht, ruhig und sauber. Der Boden bestand nur aus Sand, alles lud dazu ein, stundenlang im Wasser dahin zu dümpeln und zu entspannen (was ich auch auuuusgiebig getan habe). Man musste auf nix aufpassen – außer auf die Sonne, die mir an einem Tag tatsächlich einen Sonnenbrand am Scheitel verpasst hat.

Gewöhnungsbedürftig empfand ich eigentlich nur die große Hitze inklusive der vielen Stechmücken in der Nacht und die festen Essens- und Seminarzeiten. Eigentlich bin ich es im Urlaub gewöhnt, alles dann zu tun wann ich möchte und so lang ich möchte. Mich an fixe Zeiten zu halten während ich gleichzeitig das totale Urlaubsfeeling hatte, war anfangs wirklich nicht so leicht.

Der Rest lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es war so schön, vertraute Gesichter und lieb gewonnene Menschen wieder zu sehen! Es gab so viel Zusammenhalt, Spaß, Nähe und Wertschätzung in der Gruppe. Ich hatte viele Gelegenheiten, etwas über mich zu lernen und das hab ich auch getan. Das war nicht immer schön oder einfach und wie so oft bin ich genau dort an meine Grenzen gestoßen, wo ich sie am wenigsten vermutet hatte. Und doch bin ich dankbar für diese Erfahrungen, denn wo könnte ich sicherer und tiefer lernen als in diesem Kontext?
Eigentlich war dieser Urlaub allein geplant. Nun hat mich mein Herzensmann doch begleitet und ich trau mir sagen, das war genau das Richtige. So viel Zeit zu haben für Gespräche und Nähe. So viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen, die wir teilen konnten. So ein entspanntes Umfeld um zu wachsen an dem was da alles passiert ist. Und so eine Gaudi, die wir zusammen und mit der ganzen Gruppe hatten!

In dieser Woche schien vieles so einfach. Ich selbst sein. Alles fühlen, alles sagen. Meinen eigenen Rhythmus leben. Anderen nahe sein und dann wieder Zeit für mich haben. Mich weiter entwickeln und lernen. Ausgelassen, übermütig, wild und lebensfroh sein. Auf mich achten und mir Gutes tun – und mir Gutes tun lassen! Tatsächlich war das alles so einfach und so selbstverständlich, dass es mir immer noch schwer fällt, wieder in meinen Alltag zurück zu kehren. Vieles in meinem Alltag liebe ich sehr. Aber in manchen Bereichen ist so wenig Platz für Menschlichkeit und Liebe, dass es fast nicht auszuhalten ist.

Diese Woche hat mich wieder darin bestärkt, meinen Weg gefunden zu haben, wie ich Beziehungen leben will und wie ich mit mir umgehen möchte. Diese Woche hat mich verzaubert, weil ich Dinge erlebt habe, die ich nicht für möglich gehalten habe. Diese Woche hat mir so viel Kraft gegeben und mich so bei mir ankommen lassen. Ich hab mich so verbunden und gleichzeitig so frei gefühlt. Ich hab gelacht, geweint, getanzt, geküsst, geliebt – und geschwitzt 😉 Nichts, wirklich gar nichts war nicht so, wie es hätte sein sollen. Alles war richtig, alles war wertvoll.

Als ich wieder zu Hause war, war ich die ersten Tage wie gelähmt. Als könnte ich nicht mehr so richtig „funktionieren“. Jetzt geht das wieder und ja, das fühlt sich besser an. Aber eins weiß ich mehr denn je: Das hier ist nicht mehr meine Welt. Das Außen passt nicht mehr so richtig zum Innen. Das Funktionieren lässt mich mich nicht mehr spüren. Ich hab einige wichtige Entscheidungen getroffen diese Woche, um weiter MEIN Leben zu leben – und immer noch mehr MEINS.
Ich wünsche mir, vieles aus Korfu mit in meinen Alltag zu nehmen und bin unheimlich dankbar für den Mann an meiner Seite, der genau das mit mir zusammen macht.

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